Webdesign: 10 Tipps für die perfekte Landingpage

Vincent
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Unter einer Landingpage versteht man eine Webseite, die eigens dafür optimiert wurde, optimal zu konvertieren. Unter Konversion versteht die Onlinemarketingwelt die Wandlung vom passiven zum aktiven Surfer. Aktiv wird der Surfer beispielsweise dann, wenn er einen Newsletter abonniert, einen Download startet oder ein Anfrageformular ausfüllt. Die wichtigsten zehn Tipps für eine erfolgreiche Landingpage wollen wir Ihnen nun verraten.

1. Professionelles Layout

Das Layout einer Landingpage sollte immer professionell gestaltet sein. Nehmen Sie grundsätzlich einen Webdesigner dazu, denn nichts konvertiert weniger, als eine amateurhaft gestaltete, typografisch dilettantisch gemachte Landingpage. Das Look & Feel muss stimmen! Ein Webdesigner wird zum Beispiel darauf achten, ein ausgewogenes Größenverhältnis der einzelnen Element zueinander und zum zur Verfügung stehenden Platz zu finden. Große Elemente werden vom Nutzer als wichtiger wahrgenommen als kleinere Elemente. Und auch der Weißraum ist wichtig, nur so kommen die grafischen Elemente optimal zur Geltung und bekommen die ungeteilte Aufmerksamkeit des Nutzers.

2. Bilder verwenden

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Abgegriffen, aber deshalb nicht weniger wichtig. Bilder lockern eine Seite auf und vermitteln eine Botschaft, oft spielerischer und entspannter als reiner Text. Ein passendes Bild zu finden, kann ins Geld gehen. Wer kein Budget für einen Fotografen eingeplant hat, kann aber auf einen schier unendlichen Fundus an Fotos aus großen Bilddatenbanken wie istockphoto, fotolia oder auch sehr hochwertige Fotos von gettyimages zurückgreifen. Bitte denken Sie daran, Bilder grundsätzlich nur mit der Zustimmung der Urheber zu verwenden. Vom menschlichen Aspekt mal abgesehen, können sonst hohe Abmahngebühren drohen.

3. Prioritäten setzen

Setzen Sie Prioritäten! Der Kern Ihrer Aussage, der Kundennutzen, das was Ihr Angebot einzigartig macht, muss nach vorn. Nutzer lesen im Internet häufig quer, scannen Keywords und Überschriften quasi im Vorbeigehen. Was nicht vorn ist, wird erstmal nicht wahrgenommen. Wenn Sie es geschafft haben, das Interesse des Nutzers zu wecken, haben Sie die Chance, ihm weitergehende Informationen zu vermitteln. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Zu viele Informationen verwirren und können die Konvertierung empfindlich stören. Relevanz ist gefragt.

4. Vertrauen aufbauen, Kontaktbarrieren abbauen

Bauen Sie Vertrauen auf. Glänzen Sie mit Referenzen und Kundenstimmen. Ist Ihr Produkt von der Stiftung Warentest getestet worden und hat mindestens mit gut abgeschnitten? Super! Gleich nach vorn damit! Auch Preise und Zertifikate eignen sich perfekt zum Vertrauensaufbau.

5. Call-to-Action

Im Webdesign und Marketing darf nie die konkrete Handlungsaufforderung an den Nutzer fehlen. Der Webdesigner spricht dann von "call-to-action"-Elementen. Das kann zum Beispiel ein gut sichtbar platzierter Klickbutton sein. Er sollte möglichst klickfreundlich gestaltet sein und zudem erkennbar machen, was nach dem Klick passiert. Schlecht sind Buttontexte wie "Hier!" oder "Jetzt klicken!". Viel besser konvertieren Buttontexte wie "Jetzt kostenlos anmelden!" oder "Hier Gratisdownload starten!". Ein guter Webdesigner setzt den "call-to-action"-Button so, dass er auffällt, möglichst lange gesehen wird und am Ende der Leserichtung platziert ist. Längere Landingpages können auch gut mehrere call-to-action-Buttons in unterschiedlichen Abstufungen enthalten.

6. Nicht ablenken lassen

Eine Landingpage sollte immer so wenig "Drumherum" enthalten wie möglich. Wer es geschafft hat, qualifizierten Traffic auf seine Webseite zu bringen, wird alles vermeiden wollen, was den Nutzer von der Konversion abhält.

7. Texte optimieren

Im Internet wird bekanntlich anders gelesen als im Print. Während es sich der klassische Printleser gerne mal auf dem Sofa gemütlich macht, um in seinem Lieblingsmagazin zu schmökern, liest der Internetleser, um gezielt Informationen zu recherchieren. Oft von unterwegs, auf dem Laptop oder Smartphone. Deshalb ist es wichtig, Text zu komprimieren, schnell auf den Punkt zu kommen, klare Aussagen zu machen. Weitere Tipps: Füllwörter vermeiden, längere Abschnitte mit Zwischenüberschriften gliedern und gerne auch mal Stichwortlisten verwenden oder Daten in Tabellen gliedern. Wichtige Wörter können fett hervorgehoben, farbig markiert oder in anderer Schriftgröße formatiert werden. Doch Vorsicht! Wer es damit übertreibt, vergrätzt den User. Legen Sie besonderes Augenmerk auf die Headlines. Diese können stark emotionalisieren und entscheiden oft über den Verbleib auf der Seite. Von Vorteil ist es außerdem, den Nutzer direkt anzusprechen und sich selbst etwas zurückzunehmen. Suboptimal ist eine Headline wie "Wir sind Ihr kompetenter Partner rund um …". Besser ist: "Setzen Sie auf Qualität!".

8. Testen

Testen, ändern, testen, ändern. Welches Layout, welche Texte und welche Bilder am besten konvertieren, können nur ausführliche Tests zu Tage bringen. Von Vorteil ist es, immer nur ein Element der Landingpage zu ändern und anschließend zu testen. Niemals mehrere Elemente auf einmal ändern. Es lässt sich dann nur schwer feststellen, welche der Optimierungen für die Verbesserung verantwortlich ist. Fragen Sie mindestens drei Personen, wie sie die Landingpage beurteilen. Weitere Meinungen einzuholen kann sehr aufschlussreich sein. zudem gibt es erhebliche Wahrnehmungsunterschiede zwischen den Geschlechtern.

9. Messen und Analysieren

Mit modernen Analyse-Tools lassen sich Konversionen perfekt messen. Dazu definieren Sie die Antwortpage, zum Beispiel eine Website mit der Mitteilung "Vielen Dank für Ihre Registrierung!" als Ziel und können anschließend Ihre Konversionen genau analysieren. Interessante Fragestellungen sind zum Beispiel: Wieviel Prozent der Nutzer konvertieren? Was kostet mich die Konversion pro Nutzer? Woher kamen die konvertierenden Nutzer? Bei Landingpages für Onlineshops kann es zum Beispiel sehr interessant sein zu erfahren, ob es an einer Stelle des Bestellvorgangs besonders häufige Abbrüche gibt. Daran lässt sich selbstverständlich gezielt arbeiten und die Konversionsraten erheblich verbessern.

10. Mehrere Kontaktmöglichkeiten bieten

Bieten Sie immer mehrere Kontaktmöglichkeiten an. Der eine schreibt gerne Emails, der andere nimmt gerne den Hörer zur Hand. Wenn Sie eine 0800er Nummer angemeldet haben, hier ist der richtige Platz dafür.

Zu guter Letzt noch einen Rat: Egal was Sie Ihren Nutzern auf der Landingpage versprechen: Halten Sie Wort! Nichts ist für den Nutzer frustrierender als Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Alle genannten Tipps zu beherzigen, erfordert Geduld, Disziplin und handwerkliches Geschick. Belohnt werden Sie mit einem rasant steigenden Neugeschäft. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Vincent
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